An Double-Opt-In (DOI) führt im E-Mail-Marketing kein Weg vorbei, wenn du keine Bekanntschaft mit Abmahn-Anwälten machen willst. Die doppelte Anmeldung birgt jedoch auch einige Hürden in der Praxis: Die Bestätigungsmail wird nicht geöffnet, der Link übersehen oder der Nutzer steigt beim Anmeldeformular aus. Wie lässt sich also die DOI-Strecke so gestalten, dass sie rechtskonform und benutzerfreundlich ist? Wir haben für dich 6 konkrete Praxistipps, mit denen du dein Double-Opt-In schlanker und klarer machst.
Im August sind wir auf die Unterschiede zwischen Single-Opt-In und DOI eingegangen und haben erklärt, warum du für dein E-Mail-Marketing nur mit Double-Opt-In auf der (rechts-)sicheren Seite bist. Mit unseren Tipps setzt du in der Praxis eine perfekt funktionierende DOI-Strecke auf.
Praxistipp Nr. 1: Klar und transparent formulieren
Jeder Marketeer ist auch Nutzer und alle Nutzer mögen eines nicht: verklausulierte Sätze, kleingedruckte Ausnahmeregeln und meterlange Anmeldeformulare. Daher: Versetze dich in die Situation des Nutzers. Verwende eine klare Sprache, mit einfachen, unmissverständlichen Aussagen.
Bei Checkboxen gilt die Regel: weniger ist mehr. Ohnehin solltest du dich beim Anmeldeformular fragen, welche Informationen du wirklich benötigst und welche nicht. Manchmal reicht die E-Mail-Adresse (zunächst) aus.
Praxistipp Nr. 2: kein Farb-Feuerwerk in der Bestätigungsmail
Was für die Anmeldung gilt, gilt prinzipiell auch für das Design der Bestätigungsmail. Es sollte klar und einfach sein. Die Bestätigungsmail ist kein Spielfeld für deine Mediengestalter, denn sie ist Teil eines juristischen Vorgangs.
Formuliere eine klare Betreffzeile, etwa „Bitte bestätige deine Anmeldung“, und verwende ein Call-to-Action, das der Nutzer nicht übersehen kann. Halte dich in der Bestätigungsmail an die Regel: ein Zweck, ein Klick.
Das bedeutet auch, das die Bestätigungsmail nicht den Zweck hat, Werbung zu verbreiten. Heißt konkret:
- kein Produktbild
- keine Rabattaktionen
- keine Inhalte aus deinem Newsletter
Praxistipp Nr. 3: der perfekte Bestätigungslink
Ja, auch beim Bestätigungslink drohen Stolperfallen. Wenn er zu lang und zu kryptisch ist, kann der Nutzer auf die Idee kommen, es handele sich um den Versuch, seine Daten abzugraben. Nach dem Anklicken sollte direkt die Webseite mit der Bestätigung der Anmeldung folgen, auf keinen Fall ein Login oder gar so etwas wie eine Umfrage. Dann kommt der Nutzer erst recht auf den Gedanken, dass hier was faul sein könnte.
Es klingt zwar überflüssig, aber auch das solltest du beachten: Der Bestätigungslink muss klickbar sein – sowohl am PC als auch auf dem Smartphone.
Praxistipp Nr. 4: Auf Reminder-Mails verzichten
Kommt trotz einer Anmeldung keine Bestätigung herein, wird normalerweise eine Reminder-Mail als Erinnerung verschickt. Darauf solltest du allerdings besser verzichten, denn rechtlich gesehen ist der Reminder eine Belästigung, für die du abgemahnt werden könntest.
Bereits die Bestätigungs-Mail ist juristisch nur eine geduldete Ausnahme, etwa wenn eine E-Mail-Adresse missbräuchlich für eine Anmeldung verwendet wurde. Schließlich kannst du nicht wissen, ob jemand Fremdes Mail-Adressen missbraucht. Wenn du in so einem Fall aber eine Reminder-Mail verschickst, gilt das als Belästigung. Deshalb gehe besser von einer Ablehnung aus, wenn keine Bestätigung hereinkommt.
Praxistipp Nr. 5: Klarheit vor Kreativität
Beim Design musst du dich zurückhalten. Bei der Bestätigungs-Mail geht es darum, dass sie funktioniert und nicht, dass sie besonders schön aussieht.
Eine Headline wie etwa „Nur noch ein Schritt …“ funktioniert unserer Erfahrung nach sehr gut. Der Bestätigungs-Link sollte groß und zentral platziert werden. Verzichte auf Menüs und einen Footer, der mit weiteren Optionen daherkommt.
Besonders wichtig: Teste deine Bestätigungs-Mail auf verschiedenen Geräten – vor allem auf Smartphones.
Praxistipp Nr. 6: Schnell sein nach der Anmeldung
Der Nutzer ist ein sehr impulsives Wesen. Deshalb muss die Bestätigungs-Mail direkt nach der Anmeldung rausgehen, so lange der Impuls der Anmeldung noch vorherrscht. Jede Sekunde Verzögerung reduziert die Bestätigungsrate.
Wir empfehlen dir zudem ein A/B-Testing für die Betreffzeile. Probiere verschiedene Formulierungen wie z. B. „Nur noch ein Klick fehlt“ vs. „Bitte bestätige deine Anmeldung“ aus. Selbst kleine Unterschiede können die Klickrate beeinflussen.
Eine gute DOI-Strecke ist kein Hexenwerk
Auch wenn es dir auf den ersten Blick viel erscheint: Eine funktionierende DOI-Strecke ist schnell erstellt. Damit kannst du dir nicht nur sicher sein, allen juristischen Fallstricken aus dem Weg zu gehen. Du generierst auch hervorragende Leads.
In unserem nächsten Beitrag zum Thema Double-Opt-In gehen wir auf Co-Sponsoring-Kampagnen ein und erläutern dir, für welche Aspekte du und wo dein Partner die Verantwortung trägt. Damit du den Beitrag nicht verpasst, melde dich am besten direkt für unseren Newsletter an – natürlich über Double-Opt-In.
Double-Opt-In ist zeitkritisch!
Bei Double-Opt-In spielt die Zeit eine wesentliche Rolle. Nach Angaben des CRM-Spezialisten SuperOffice finden 23 Prozent aller Mail-Öffnungen innerhalb der ersten Stunde nach Erhalt der E-Mail statt. Nach 24 Stunden fällt die Öffnungsrate auf unter 1 Prozent. Das verdeutlicht, wie schnell die Chance auf einen Klick sinkt, wenn die Bestätigungs-Mail zu spät ankommt.



