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Internet-Hype Crowdfunding

© Jérôme Rommé - Fotolia.com

Gute Ideen für neue Erfindungen und Projekte gibt es viele. Häufig scheitern sie jedoch an der Finanzierung. Viele kreative Köpfe haben daher eine in Deutschland mittlerweile bekannte Lösung für sich entdeckt: Crowdfunding.

Crowdfunding bedeutet „Schwarmfinanzierung“. Viele Menschen investieren Geldbeträge um die Realisierung eines Projektes zu ermöglichen. Das Ideenreichtum ist beachtlich: Von der Produktion eines Musikalbums über die Durchführung von Veranstaltungen bis hin zur Markteinführung eines Produktes (z.B. eine neue App, ein Stuhl mit Aufstehhilfe oder ein Handgepäckkoffer aus Wellpappe). Auf Crowdfunding-Plattformen werden die Projekte im Internet vorgestellt.

Seinen Ursprung hat das Crowdfunding in den USA. In Deutschland ging 2010 mit Startnext die erste Crowdfunding-Plattform an den Start, die laut eigener Aussage bereits 1200 realisierte Projekte und 7 Mio. Euro Beiträge der Crowd vorweisen kann. Die Zahl der Plattformen in Deutschland nimmt zu, im Hinblick auf die Investitionshöhe können sie sich aber bei weitem nicht mit den USA vergleichen. Mitglieder der Crowd bekommen für ihre Unterstützung häufig eine Gegenleistung, je nach Höhe des Betrages. Sollten nicht genügend Mittel zusammenkommen, erhält man sein Geld zurück.

Ein bekanntes Beispiel aus den deutschen Medien ist die Finanzierung des Kinofilmes „Geld her oder Autsch’n“ vom Comedy-Puppenspieler René Marik. Vor dem Bühnenabschied seiner Hauptfigur - dem Maulwurf - wollte er noch einen Kinofilm produzieren, dazu fehlten aber noch rund 100.000 Euro. Mittels Crowdfunding konnte der Film im September diesen Jahres in den Kinos Premiere feiern. Je nach Beitrag erhielten die Unterstützer ein Dankeschön: Ein T-Shirt, ein Originaldrehbuch, eine Statistenrolle bis hin zu einer Privatvorführung.

Für Startups ist Crowdfunding als alternative Finanzierungsform besonders interessant. Auch die Online-Marketing-Branche hat diese Möglichkeit für sich entdeckt. Im Juli 2013 wurde das Funding für die Software Kryd erfolgreich abgeschlossen. Kryd ermöglicht Betreibern von Online Shops mit automatischen E-Mails auf verschiedene Verhaltensweisen von Kunden zu reagieren, z.B. bei einer Serviceanfrage oder einem Kaufabbruch.  Auch das Mobile Payment System Paymey, der Souvenir Onlineshop cosmopol und nextsocial (eine Softwarelösung für Facebook Deals) waren auf einem Crowdfunding-Portal erfolgreich. Selbstverständlich sollten vor einer Entscheidung für diesen Finanzierungsweg auch die rechtlichen Aspekte abgewogen werden. Nicht für jedes Projekt ist Crowdfunding bzw. Crowdinvesting die beste Option.

Bildnachweis: © Jérôme Rommé - Fotolia.com

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