Die größten Fehler im Standalone-Mail-Marketing

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Marketing mit E-Mails erzielt auch bei Standalone-Kampagnen – einmaligen Aktionen zur Neukundengewinnung - einen hohen Return on Investment (ROI). Doch das Werbemittel birgt Fallstricke. Marketingexperte Corc Uysal, Geschäftsführer der Agentur Interactive One in Erlangen, beschreibt die größten Fehler. Und wie sie vermieden werden.

1. Verzicht auf Standalone-Mails

Die E-Mail ist aus dem modernen Leben nicht weg zu denken. 87 Prozent aller deutschen Internet-User, so aktuelle Marktschätzungen, versenden und empfangen regelmäßig Mails. Daher eignet sich der Direktkanal zur Kundenansprache auch für Standalone-Kampagnen, die sich an Neukunden richten. Diese einmaligen und aktionsbezogenen Werbebotschaften können kostengünstig und reichweitenstark den Online-Mix ergänzen. Obendrein stellt der Kommunikationskanal zahlreiche Key Performance Indicators (KPI) zur Verfügung, von den Öffnungsraten bis zu allen Formen von Post-Klick-Aktionen im Shop oder auf der Website. Der größte Fehler im E-Mail-Marketing ist es daher, das digitale Werbemittel für Standalone-Kampagnen gar nicht zu nutzen.

2. Partner ohne CSA-Zertifizierung

Negative Folgen kann auch die falsche Auswahl der Partner und Agenturen haben. Eine umfassende, ganzheitliche Betreuung ist ausschlaggebend - von der Beratung über die Kampagnengestaltung bis zum Versand über die richtigen Systeme. Als neutrale Schnittstelle zwischen Mailboxprovidern und Versendern kommerzieller E-Mails hat sich die Certified Senders Alliance (CSA) etabliert. Beim Standalone-Mail-Marketing arbeitete Interactive One daher ausschließlich mit erfolgreichen, CSA-zertifizierten Dienstleistern zusammen.

3. Falscher Empfänger

Größte Umsicht ist vonnöten, wenn die Empfänger der Mails bestimmt werden: Eine falsche oder ungenau eingegrenzte Zielgruppe verursacht hohe Streuverluste und unnötige Kosten. Bei Aktionen wie am Valentinstag kann Mail-Werbung für Damenunterwäsche allerdings auch bei Herren großes Interesse wecken. Doch nicht alle Dienstleister können zielgruppenspezifisch, just in time und reibungslos Massenkampagnen durchführen. Spezialagenturen wie Interactive One kooperieren daher seit langem mit erfolgreichen Partnern. So können Marketing Automations, Response gesteuerte Kampagnen und eine feindosierte Zielgruppen-Selektion auch bei Standalone-Kampagnen garantiert werden.

4. Fehlender Datenabgleich

Beim Standalone-Mail-Marketing spielen juristische Aspekte wie das Einverständnis der Empfänger durch Double-Opt-in oder die korrekte Umsetzung der Datenschutzrechte eine gewichtige Rolle. Ein weiterer Punkt wird bei der Buchung von Kampagnen zur Neukundenakquise in der Praxis allerdings zu oft vergessen: Ein Abgleich der Daten mit den vorliegenden Informationen über Bestandskunden. Auch hier müssen datenschutzrelevante Aspekte berücksichtigt werden. Zudem sind spezielle Verschlüsselungen zum Abgleich Pflicht, was wiederum technisches Know-how voraussetzt.

5. Schlechte Gestaltung

Entscheidend für den Erfolg der Mails ist deren Gestaltung. Doch im Alltag gibt es viele Fallstricke bei Text und Layout der Werbemittel. Als möglichst attraktives Aushängeschild transportiert die Betreff-Zeile eine zentrale Werbebotschaft – unehrliche, lange und abgedroschene Phrasen sind hier genauso fehl am Platz wie die inflationäre Bewerbung von Rabatt-Sonderaktionen. Der Absendername muss ebenfalls optimal zur Standalone-Kampagne passen. Größte Sorgfalt verdient schließlich ein schlankes Layout, das responsiv und für alle Mailprogramme optimiert ist. Denn: Auch der kleinste Darstellungsfehler kratzt am Image des Absenders. Welche Mail standalone am bestens wirkt, finden Werbekunden mithilfe von A/B Tests heraus. Auf dieses Standardinstrument im effizienten und effektiven Mail-Marketing darf auf keinen Fall verzichtet werden.

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